Eltern sein: Modulbeschreibungen

Modul 1: Und alles ist anders!

Und wo bin ich?
Eine Standortbestimmung.

Das Karussel rund um die Bedürfnisbefriedigung anderer dreht sich im Familienalltag munter dahin – von früh bis spät, vom ersten Wickeln bis zum Niederlegen. Und hin und wieder stellen wir fest, dass wir selbst und unsere eigenen Bedürfnisse auf der Strecke bleiben: heute wieder nichts Ordentliches gegessen, Sport gleich null, frische Luft nur beim Einkauf oder Kinderabholen, und „ausgeschlafen sein“ – was ist das überhaupt?

Der Workshop ist eine Art „Alltagstraining“ für Eltern, aber diesmal geht es nicht um die Bedürfnisse der Kinder, sondern vorrangig um die Frage: Wo bin ich und was brauche ich für mich selbst?

Weitab vom familiären Geschehen stellen wir fest, was wir vermissen, was wir unbedingt brauchen und worauf wir eventuell verzichten können.
Wir werfen gemeinsam einen interessierten Blick über den Tellerrand des Kinderalltags.

Der Freiraum, der dadurch entsteht, bietet die Chance einer Neuorientierung auf dem eigenen (und einzigartigen) Weg vom Paar oder der Einzelperson hin zur Familie.

Modul 2: Familienbilder

Wo komm ich her – wo will ich hin?
Und was hat mein Familienalltag mit meiner Herkunftsfamilie zu tun?

Auf unserem Lebensweg wurden wir stark von unseren Eltern und von unserem Umfeld geprägt. Positiv empfundene Werte und Haltungen wollen wir nun unseren eigenen Kindern weitergeben und diejenigen Situationen, die uns nicht gut getan haben, unbedingt vermeiden.
Wie gut ist uns das bisher gelungen …?

In diesem Workshop betrachten wir diejenigen familiären Muster, die uns genau zu DIESEN Eltern gemacht haben, die wir momentan sind! In der Gruppe sortieren wir alte, unbrauchbare Verhaltensweisen aus und entdecken neue, hilfreiche innere Haltungen.

Klarheit in Bezug auf das eigene Handeln führt zu innerer Sicherheit – und somit zu mehr Leichtigkeit im Alltag mit Kindern!

Modul 3: Beruf und Familie

Wenn eine Familie Zuwachs bekommt, dann ändert sich der Fokus von Work-Life-Balance auf Family-Work-Balance. Das bedeutet, um überhaupt einer Arbeit nachgehen zu können, muss zuerst die Versorgung der Kinder gesichert sein. Entweder hat man/frau Glück und das Kind geht gerne in den Kindergarten, ist selten krank und wenn, dann sind Oma und Opa stets zur Stelle, und auch Onkel, Tanten und die Freundinnen reißen sich um die Kinderbetreuung und das Kindermädchen ist leistbar.

Sollte dieser Glücksfall leider nicht eintreten, dann ist Jonglieren angesagt: Es geht um eine klare Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen den PartnerInnen und anderen Betreuungsformen – um Berufstätigkeit überhaupt möglich zu machen.

Für eine befriedigende berufliche Zukunft aller Beteiligten stellen wir uns folgende Fragen:

Was war der berufliche Plan beider Eltern vor der Familiengründung, was hat sich verändert?
Und wie wirk(t)en sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Karenzzeiten jeweils aus?
Wie gehen wir mit gesellschaftlichen Zuschreibungen um – fühlen wir uns überhaupt frei zu wählen?

Diese individuelle Standortbestimmung ermöglicht einen realistischen Blick auf die persönliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Modul 3: Partnerschaft & Liebe. Und wo sind sie geblieben?

Im Idealfall hat Liebe dazu geführt, nun eine Familie zu sein.
Jedoch verändert sich die Liebesbeziehung mit der Familiengründung – und gar nicht selten droht sie sogar hinter den neuen Rollen als Mama oder Papa zu verschwinden oder zu zerbrechen.

In diesem Modul nehmen wir uns den Raum, Beziehung, Partnerschaft und Liebe wieder weiter und größer zu denken als es der Alltag momentan erlaubt, egal ob und in welcher Beziehung wir gerade leben.
Wir werden unsere Möglichkeiten und Sehnsüchte aufspüren und gemeinsam überlegen, was wir tun können, um die Liebe wieder mehr zu spüren. Wollen wir das wiederaufleben lassen, was uns vor den Kindern wichtig war? Oder geht es darum, neue Freiräume zu schaffen für eine Begegnung in Liebe?
Sind Zweckgemeinschaft und Liebesbeziehung überhaupt vereinbar?

Im diesem Workshop bewegen wir uns zwischen Ist- und Wunschzustand hin und her um neue Möglichkeiten zu entdecken.

Modul 5: Freizeit, Lust und Abenteuer

Vor der Familiengründung konnten wir – egal ob alleine oder zu zweit – über unsere Freizeit frei verfügen. Wir haben uns wahlweise dem Erholen, dem Freundeskreis, der Kultur oder dem Sport gewidmet, jedoch entfallen ab der Geburt eines Kindes viele dieser Aktivitäten „wie von selbst“.

Sicher ist aber: Um im Bedürfniskarussel der Familie unsere eigene Gesundheit und Lebensfreude zu erhalten, brauchen wir Ressourcen und Erholung.
Deshalb sind „Freizeit, Spaß und Abenteuer“ – in der Phase der Familiengründung oft als „Luxus“ abgetan – eine körperliche und mentale Gesundheitsvorsorge, um die es sich tatsächlich zu ringen lohnt.

In diesem Workshop widmen wir uns dem Wiederaufspüren der ureigensten Lebensquellen. Was macht uns stark und ausgeglichen? Und wie können wir den Alltag so einrichten, dass dafür die nötige Zeit und Energie vorhanden ist?
Worauf können wir verzichten – worauf nicht?

Außerdem widmen wir uns der Frage, welche Art von Freizeit wir momentan besser alleine, mit dem/der Partner/in, mit Freunden oder mit der Familie verbringen wollen.

Ob es Sport ist oder Sex, der Fernsehabend oder die Kulturveranstaltung: Vieles kann eine Zeit lang entfallen – aber niemals sollte alles wegfallen, was uns Kraft und Erholung bringt um unser Leben reicher, bunter und zufriedener zu machen.

Sie wünschen sich mehr Informationen? Bitte einfach anrufen!